Von den Anfängen bis zur CeramTec von heute

Die Geschichte der Keramik-Experten

Das Unternehmen CeramTec blickt auf eine mehr als 100-jährige Industriegeschichte zurück. Seinen Ursprung findet es in dem 1903 gegründeten Produktions-Standort Marktredwitz, Deutschland. Produktursprung war Porzellan, das später zur Industriekeramik und schließlich zur heutigen, modernen Hochleistungskeramik weiter entwickelt wurde. CeramTec in der heutigen Form entstand 1996 im Zuge der Akquisition der Hoechst CeramTec AG durch die Cerasiv GmbH.

CeramTec Standort Marktredwitz Anfang
des 20. Jahrhunderts

Am Standort Marktredwitz wurden 1903 die Thomaswerke gegründet, welche im Jahr 1908 von der Philipp Rosenthal & Co. AG übernommen wurden. Diese kooperierte ab 1921 mit der AEG im Bereich Technische Porzellane. Diese Partnerschaft wurde 1936 im Bereich Technische Keramik vertieft, es erfolgte die Gründung der Rosenthal Isolatoren GmbH, auch als RIG bekannt. 1971 wurde im Rahmen einer Neuordnung der Zusammenarbeit die Rosenthal Stemag Technische Keramik GmbH zur Herstellung von Technischer Keramik gegründet. Dieses Unternehmen wurde 1974 in die Rosenthal Technik AG umbenannt, 1985 von der Hoechst AG erworben und ab diesem Zeitpunkt als Hoechst CeramTec AG geführt.

Der CeramTec Standort in Lauf an der Pegnitz geht auf die Gründung der Steatit-Magnesia Aktiengesellschaft (STEMAG AG) im Jahr 1921 zurück. 1970 zunächst in die AEG eingegliedert, ging das Unternehmen im Zuge der Neuordnung der Partnerschaft zwischen Rosenthal und AEG 1971 in der Rosenthal Stemag Technische Keramik GmbH auf.

CeramTec Standort Lauf in den 1920er Jahren

Am CeramTec Standort Plochingen entstand 1951 die Südplastik Gummi- und Kunststoffverarbeitung GmbH, welche 1953 durch die Feldmühle AG übernommen und in Südplastik und -keramik GmbH (SPK) umbenannt wurde. Im Jahr 1991 bündelte die Feldmühle AG ihre Keramik-Aktivitäten in der neu gegründeten Cerasiv GmbH, veräußerte diese aber bereits 1992 an die Metallgesellschaft AG zur Einbindung in deren Tochtergesellschaft Dynamit Nobel AG.

Mit der Übernahme der Hoechst CeramTec AG durch die Cerasiv GmbH im Jahr 1996 kam es zur Gründung der CeramTec AG als einem Unternehmen der Metallgesellschaft AG (ab 2000: mg technologies AG).

CeramTec Standort Plochingen 1959

Die mg technologies AG musste sich 2004 von ihrem Teilkonzern Dynamit Nobel AG trennen. Haupterwerber wurde der amerikanische Finanzinvestor KKR, der Teile der Dynamit Nobel AG in seine Beteiligung Rockwood Holdings Inc. integrierte. Damit ging auch die CeramTec AG in den Besitz der Rockwood Gruppe mit Sitz in Princeton (New Jersey) in den Vereinigten Staaten, über. Rockwood war in den in den Geschäftsfeldern Spezialchemie und Hochleistungsmaterialien tätig. 2013 entschied Rockwood die Fokussierung auf Aktivitäten im Bereich Lithium und trennte sich von mehreren seiner Unternehmen. Die CeramTec-Gruppe wurde von CINVEN, einer führenden europäischen Beteiligungs­gesellschaft, erworben.

CeramTec wuchs als Unternehmen konstant weiter und erwarb 2007 die Emil Müller GmbH in Wilhermsdorf, welche als Tochtergesellschaft eingegliedert wurde. Eine weitere Akquisition erfolgte 2008: die ETEC Gesellschaft für Technische Keramik mbH wurde ebenfalls als Tochtergesellschaft eingegliedert und in CeramTec-ETEC GmbH umbenannt.

Das Unternehmen ist heute international aufgestellt und auf den wichtigen Märkten der Welt mit Produktions- und Vertriebsniederlassungen vertreten, unter anderem auf dem nordamerikanischen Markt in Laurens, S.C. und im chinesischen Suzhou.

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