BIOLOX® Keramische Kniegelenkskomponenten

BIOLOX®delta für den Kniegelenksersatz – die metallfreie Knieendoprothese

Die Anzahl der jährlich durchgeführten endoprothetischen Kniegelenkseingriffe steigt kontinuierlich. Fachleute gehen davon aus, dass jährlich etwa 2 Millionen Knieendoprothesen implantiert werden. So gesehen ist der Kniegelenksersatz der häufigste Eingriff in der Endoprothetik und liegt sogar noch vor der Hüftendoprothetik.

Weltweit liegt die Lebenserwartung der Menschheit höher als je zuvor, und damit geht auch der Wunsch nach mehr Mobilität und besserer Lebensqualität nach Implantation einer Knieendoprothese einher. Da die Häufigkeit des endoprothetischen Kniegelenksersatzes auch unter den jungen und aktiven Patienten steigt, müssen Knieendoprothesen längere Standzeiten aufweisen.

Hinzu kommt, dass Infektion, Polyethylenabrieb, Implantatlockerung und Metallallergie zu den größten Problemen der Knieendoprothetik gehören. Die Hauptursache für Revisionseingriffe und Implantatversagen ist die aseptische Lockerung (31,2 %), gefolgt von Instabilität (18,7 %), Infektion (16,2 %), Polyethylenabrieb (10,0 %), Arthrofibrose (6,9 %) und Fehlstellung (6,6 %). 1 Daher ist die Wahl des Implantatmaterials von immenser Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf die Abriebeigenschaften und das biologische Verhalten des gewählten Materials.

Infizierte Gelenkendoprothese – einer der häufigsten Revisionsgründe 2

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"Die periprothetische Gelenkinfektion (PGI) ist eine der gefürchtetsten Komplikationen in der Endoprothetik ... die Prävalenz der PGI scheint zu steigen. Bis 2023 werden zwischen 60.000 und 70.000 periprothetische Hüft- und Kniegelenksinfektionen in den USA vorausgesagt." 3

Der damit einhergehende Anstieg an infektionsbedingten Revisionseingriffen am Hüft- und Kniegelenk wird die Krankenhäuser in den USA 2020 voraussichtlich mehr als 1,62 Milliarden US-Dollar kosten. 4 Obwohl die PGI keine häufige Komplikation ist (die gemeldete Inzidenz liegt für die USA bei 1-2 %), handelt es sich bei den gesetzlich Versicherten (Medicare) in den USA dennoch um die dritthäufigste Indikation für Revisionseingriffe nach Erstimplantation einer Knieprothese. 27, 28

Das Problem bei Metallimplantaten: Polyethylenabrieb

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Knieendoprothesen werden meist aus einer Kobalt-Chrom-Legierung hergestellt, wobei für das Tibiaplateau manchmal auch eine Titanlegierung zum Einsatz kommt. Als Gleitpaarung zwischen der Tibia- und Femurkomponente dient ein Polyethylen-Insert. Klinische Evidenz und Langzeitergebnisse belegen, dass die Standzeit eines Implantats durch die aseptische Lockerung begrenzt wird. Eine der häufigsten Ursachen für die aseptische Lockerung ist der Abrieb des Polyethylen-Inserts. 7

Wie aus zahlreichen Untersuchungen ersichtlich, kann ein gesteigerter Polyethylenabrieb die Lockerungsrate beschleunigen, denn es kommt zu Granulombildung und Fremdkörperreaktionen und damit einhergehender Zerstörung der Knochensubstanz. Keramik kann nachweislich den Polyethylenabrieb verringern.

Metallempfindlichkeit

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Quelle: CeramTec / Usbeck
 

Quelle: CeramTec / Usbeck
 

"Mit rund 25 % ist die Prävalenz der Metallempfindlichkeit bei Patienten mit gut funktionierendem Implantat etwa doppelt so groß wie bei der Normalbevölkerung." 8

In-vivo können freigesetzte Metallionen biologische Reaktionen hervorrufen. Die für die Gelenkkomponenten verwendeten Legierungen enthalten üblicherweise Metalle wie Kobalt, Chrom und Nickel. Mehrere Fallbeispiele und klinische Studien berichten über klinische Manifestationen der Metallallergie wie Ekzem, verzögerte Wundheilung, rezidivierende Ergüsse, lokale Schwellungen, persistierende Schmerzen, Osteolyse und Pseudotumor ähnliche Reaktionen mit anschließender Zertstörung der Muskel. 8,9,16,17,18,19,20

In zahlreichen Fällen erforderte die Reaktion auf diese Allergene Revisionseingriffe an den Kniegelenksimplantaten.

BIOLOX®delta Keramik bringt die Knieendoprothetik voran.

"In der Knieendoprothetik war Keramik nicht nur experimentell überlegen, was geringe Abriebraten betrifft, sondern zeigte auch in den ersten klinischen Anwendungen vielversprechende Ergebnisse." 15

"Für Patienten mit Allergien gegen metallische Implantatmaterialien stellen Keramikimplantate einen vielversprechenden Lösungsansatz dar." 13

Hochleistungskeramik ist biokompatibel und bioinert. 10 Das Keramikmaterial löst keine bekannten allergischen Reaktionen aus. Fallbeschreibungen zur Hüft- und Knieendoprothetik berichteten über eine signifikante Besserung der Symptomatik und geringere Gewebespiegel der Metallionen, wenn der durch die Nebenwirkungen auf die metallischen Implantatkomponenten indizierte Revisionseingriff mit Keramikkomponenten durchgeführt wurde.21,22,23,24,25,26

BIOLOX®-Keramik ist äußerst stabil und wird vom Gewebe gut vertragen. 11,12 Aus diesem Grund kommen jetzt auch in der Knieendoprothetik Keramikkomponenten zum Einsatz. 13,14 Durch die extrem harte und glatte Oberfläche wird der Polyethylenabrieb auf ein Minimum reduziert 15

Studien deuten bereits darauf hin, dass Keramik hinsichtlich der Infektionsminimierung überlegen sein könnte. 5,29,30,31,32,33,34 Diese Vergleichsstudien untersuchten Keramik, Metall und Kunststoff. Untersuchungen von 500.749 Hüftrevisionen aus verschiedenen nationalen und Krankenhausregistern, von denen einige Studien den Confounder-Einfluss durch multivariate Analyse nach dem Cox-Modell kompensierten, haben ergeben, dass Keramik das Risiko infektionsbedingter Revisionseingriffe potenziell senken kann. 6

Gut zu wissen:

BIOLOX®delta Metallfreie Knieimplantate

  • Geringes Revisionsrisiko aufgrund von Infektion*
  • Sicher im Hinblick auf die Freisetzung von Metallionen*
  • Eine pathogene Reaktion auf Keramikpartikel ist unwahrscheinlich*
  • Kein bekanntes Allergierisiko*
  • Exzellentes biologisches Verhalten*
  • Geringerer Polyethylenabrieb auf Keramik*
  • minimaler Dreikörperverschleiß*
  • Hohe Kratzfestigkeit der Artikulationsfläche*
  • 5 Jahre erfolgreicher klinischer Einsatz*

 
Die Knieimplantate aus BIOLOX®delta sind von CeramTec Kunden zugelassen. Sie sind nicht von der FDA zugelassen und nicht in allen Ländern verfügbar.
*Literatur auf Anfrage von CeramTec erhältlich.

  • BIOLOX® Keramik-Knie

    Metallfreie Knieendoprothetik

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Referenzen

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