Keine Allergien

Keramik korrodiert nicht und
löst keine Allergien aus

Neben ihrer hohen Abriebfestigkeit hat Keramik einen weiteren Vorteil: Sie ist extrem korrosionsbeständig. Das bedeutet, ihre Bestandteile gehen aufgrund ihrer starken Bindung und ihrer hohen Reinheit keinerlei chemische Reaktionen im Körper ein. BIOLOX® Keramik gibt keine Metall-Ionen ab.

Keramik zeichnet sich deshalb durch überlegene Gewebeverträglichkeit aus und löst keine allergischen Reaktionen aus. Mehr als 40 Jahre klinische Erfahrung und eine Vielzahl von Untersuchungen an Explantaten beweisen die hervorragende Körperverträglichkeit. Keramik/Keramik-Gleitpaarungen werden deshalb in der Fachliteratur empfohlen.

Allergien und Gesundheitsrisiken durch Metallabrieb sind dagegen nicht auszuschließen

Eine stetig steigende Anzahl von Publikationen berichtet jedoch über allergische Reaktionen auf Legierungskomponenten von Metallen, die auch in der Hüft- und Knieendoprothetik eingesetzt werden. Metallische Bestandteile wie Nickel, Chrom und Kobalt sind als klassische Kontaktallergene bekannt, die im Körper vielfältige unerwünschte Reaktionen hervorrufen können. In der Fachliteratur gibt es zahlreiche Artikel über die Immunantwort und Überempfindlichkeitsreaktionen auf Metalle sowie deren Effekt auf die Lebensdauer von Implantaten. Allergische Reaktionen auf Legierungsbestandteile von Metallkomponenten werden als mögliche Ursache für Osteolysen, vorzeitige Lockerungen von Endoprothesen und postoperative Komplikationen wie Wundheilungsstörungen, verzögerte Knochenheilung und Ekzeme beschrieben. Allergische Reaktionen auf Metallimplantate können dazu führen, dass der Gelenkersatz entfernt bzw. ausgetauscht werden muss.

Bei Patienten mit Metallallergien und chronischen Nierenerkrankungen wird in der Fachliteratur vom Einsatz einer Metall/Metall-Gleitpaarung abgeraten. Unklarheiten bestehen über mögliche langfristige Belastungen des Organismus durch kleinste Metallverschleißpartikel und Metallionen. Ob freigesetzte Metallionen eine krebserzeugende Wirkung haben können, ist bislang nicht abschließend geklärt. In Publikationen wird der Verdacht geäußert, dass die körpereigene Abwehr von Infektionen durch eine gestörte Immunologie geschwächt werden kann.

Die Erkenntnisse beruhen auf wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Fachpublikationen.

Minimaler Verschleiß für eine lange Lebensdauer des Implantates

Bei der Keramik/Keramik-Gleitpaarung, wobei Gelenkkugel und Pfanneneinsatz aus Keramik bestehen, ist die Abriebrate und somit das Risiko der frühzeitigen Implantatlockerung von allen Materialpaarungen am geringsten. Untersuchungen zufolge liegt der Abrieb jährlich unter 0,005 mm. Er ist damit bis zu 100 Mal geringer als bei der Metall/Polyethylen-Gleitpaarung. Labortests mit Hüftsimulatoren zeigen sogar Abriebwerte, die unter 0,001 mm pro Jahr liegen. Dies entspricht einer Abriebrate, die etwa 200 Mal kleiner ist als die von Metall/Polyethylen. Die gewählte Größe der Keramikgelenkkugel hat dabei keinerlei Einfluss auf das Abriebverhalten.

Besonders geeignet für aktive und jüngere Patienten

Die keramische Gleitpaarung ist vorteilhaft für aktive und jüngere Menschen, bei denen die höhere körperliche Aktivität zu einer stärkeren Materialbeanspruchung führt. Bei einer Polyethylen-Gleitpaarung würde dies ein erhöhtes Osteolyse-Risiko und somit die Gefahr der frühzeitigen Implantatlockerung bedeuten.