Kerne aus wasserlöslichen Materialien für die Gießereitechnik

Komplexe Hohlräume in Gussteilen mit salzbasierten Gießkernen

Wasserlösliche, salzbasierte Gießkerne werden bei der Produktion von komplexen Gussbauteilen in der Gießereitechnik eingesetzt und bieten gegenüber herkömmlichen Sandkernen viele Vorteile.

Kerne aus wasserlöslichen Materialien für die Gießereitechnik

  • Keramische Anwendungen

    Hochleistungskeramik in rauer Umgebung

    Sonderdruck aus Ceramic Applications, Ausgabe September 2016

    • Sprache: PDF, 3.2 MB

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Ein Salzkern, auch Gießkern genannt, wird in der Gießereitechnik bei der Herstellung von Gussteilen als Platzhalter für Hohlräume in die Gießform eingesetzt. Die metallische Schmelze bildet die Bauteilform ab, während der Salzkern nach Erkalten des Bauteils wieder ausgespült wird. So entstehen nach dem Prinzip der verlorenen Form Hohlräume in Metallbauteilen. Salzkerne haben gegenüber den herkömmlichen in Gießereien eingesetzten Sandkernen unter anderem den Vorteil, dass sie wegen ihrer Wasserlöslichkeit vollkommen rückstandsfrei ausgespült werden können. Somit erhöht sich die Prozesssicherheit bei der Herstellung und die Qualität des gegossenen Bauteils.

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Gut zu wissen:

Wasserlösliche, salzbasierte Gießkerne

  • Gießkerne für den Kolbenguss und Niederdruck-Kokillenguss
  • Rückstandsfreie, gussteilschonende Gießkern-Entfernung
  • Emissionsfreie Verarbeitung: keine Entgasung beim Gießen und Entkernen
  • Komplexe Formen und Geometrien realisierbar
  • Hohe Festigkeit und Formstabilität der Gießkerne
  • Sehr glatte Kernoberflächen
  • Keine Porosität/Gießfehler durch Kerngase
  • Hohe Umweltverträglichkeit
  • Auch im Druckguß einsetzbar

Die wasserlöslichen, salzbasierten Gießkerne in Ringform werden in der klassischen Presstechnik hergestellt. Komplizierte Formen und Designs lassen sich im Kernschießverfahren realisieren. Bei der Herstellung der Gießkerne werden keramische Grundlagen beachtet und eine Werkstoff-Entwicklung auf Basis spezieller Salzmischungen genutzt. Ständige Weiterentwicklung der Systeme erlaubt es, Salzkerne heute schon im Druckguß einzusetzen. Außerdem kommen geeignete emissionsfreie, anorganische Bindersysteme zum Einsatz.

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