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Plochingen, 2011-05-24

Fernsehkommissare verfolgen heiße Spur
auf Plochinger Firmengelände


CeramTec Verwandlung in Imberger Keramik.

Verdutzt und irritiert schauten einige Plochinger am vergangenen Wochenende drein, als aus der CeramTec GmbH über Nacht die „Imberger Keramik“ geworden war. Was war passiert? Hat eine feindliche Übernahme stattgefunden? Übernommen hat am Freitag, dem 20. Mai, das Tatort-Team des SWR das Firmengelände – von feindlich kann allerdings keine Rede sein.

Als das Filmteam um Regisseur Johannes Grieser einen mittelständischen Hochleistungskeramikproduzenten in Baden-Württemberg suchte, kam nur die die CeramTec GmbH in Plochingen in Frage. Doch bis tatsächlich die „Tatort“-Szenen gedreht werden konnten, waren einige Vorkehrungen erforderlich. Alle CeramTec-Schriftzüge mussten abgedeckt oder durch den fiktiven Firmennamen „Imberger Keramik“ ersetzt werden. Dabei leisteten die Filmexperten ganze Arbeit – bis hin zur Pforte war vier Tage lang der „falsche“ Firmenname zu lesen. Wochenlang wurden Requisiten bereit gestellt, perfekte Drehorte gesucht und Komparsen ausgewählt. Dann war es endlich so weit und das 40-köpfige Filmteam traf ein.


Szene beim Dreh mit Richy Müller und Regisseur Johannes Grieser (re).

Gedreht wurden Szenen, in denen die Schauspieler Felix Klare und Richy Müller in den Rollen der Kommissare Lannert und Bootz Ermittlungen auf dem Firmengelände des Unternehmers Otto Imberger (gespielt von Otto Mellies) durchführen, nachdem auf den Patriarchen geschossen wurde. Dieser will sein Hauptgeschäft von Haushaltsporzellan auf Industriekeramik umrüsten und der Plochinger Hersteller für Hochleistungskeramik bot die perfekte Kulisse für die Geschichte.

Viele Mitarbeiter von CeramTec verfolgten das Geschehen auf dem Firmengelände – einige von ihnen kamen sogar als Komparsen zum Einsatz. In lockerer Atmosphäre plauderten die Schauspieler in den Drehpausen mit den Mitarbeitern und gaben bereitwillig Autogramme oder ließen sich fotografieren. Richy Müller ließ es sich nicht nehmen, sich die Produktion der Hochleistungskeramik genauer erklären zu lassen und zeigte sich, ebenso wie der Rest der Crew, davon beeindruckt, in welcher Anwendungsbreite CeramTec Produkte eingesetzt werden und wie viele verschiedene keramische Bauteile auf dem Gelände gefertigt werden. Nachdem in der Nacht von Montag auf Dienstag die letzten Szenen im Kasten waren, zog der Filmtross weiter und die „Imberger Keramik“ verwandelte sich über Nacht wieder in die CeramTec GmbH.

Ein Termin für die Ausstrahlung des Stuttgarter „Tatort“ mit dem vorläufigen Titel „Das große Ganze“ steht bislang noch nicht fest.