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Skisprungschanzen in Sotschi mit CeramTec Technik ausgestattet

Technische Keramik für die Olympiaschanzen Sotschi im Einsatz

Lohmar, 2014-02-03

Olympiaschanze in Sotschi mit CeramTec Anlaufspur Made in Germany
 

Vom 7. bis 23. Februar 2014 richtet die Welt ihr Augenmerk auf Russland, wo in Sotschi die XXII. Olympischen Winterspiele veranstaltet werden. Im „RusSki Gorki“ Skisprung-Zentrum treten die Nordischen Kombinierer und die Skisprung-Weltelite gegeneinander an. Sowohl die Normal- als auch die Großschanze sind mit der ALOSLIDE® ICE Technologie von CeramTec ausgerüstet. Das Anlaufspursystem ermöglicht den Sportlern wetterunabhängiges Springen zu besten Bedingungen.

ALOSLIDE® ICE ist ein Ein-Spur-Anlauf versehen mit Keramiknoppen, die in einer wissenschaftlich getesteten Anordnung in Spezial-Kautschuk einvulkanisiert sind. Bei guten Schneeverhältnissen im Winter und Temperaturen bis zu +15°C sorgt das in der Anlage integrierte Kälteaggregat für eine stabile, 20 Millimeter dicke Eisschicht. Eine integrierte Eisfräse und Bürsten sorgen für das Regulieren der Dicke und das Präparieren des Eises. Das System kann unkompliziert von Sommer- auf Winter-Betrieb und umgekehrt geschalten werden. Eis- oder Schneeauftrag von außen ist nicht erforderlich. Im Sommerbetrieb gleiten die Springer direkt auf den Keramiknoppen zum Absprung vom Schanzentisch. Skisprung-Veranstaltungen sind so unter beinahe identischen Bedingungen ganzjährig möglich.

Sergej Sirjanov, der verantwortliche Schanzenwart für die Olympiaschanzen in Sotschi, hat die Anlage im Oktober bei der Generalprobe bei 18° Außentemperatur getestet. Er ist vom System begeistert: „Die Eisschicht hat sich gebildet und blieb konstant. Die sommerlichen Temperaturen und auch der kurze Zeit später einsetzende Dauerregen konnten der Eisspur nichts anhaben.“ Aquaplaning und Pfützenbildung treten mit diesem System nicht auf, Zusatzrinnen im Eis sind deshalb nicht notwendig. Die Bedienung der Anlage ist einfach: „Man bedient ein paar Knöpfe, und schon ist die Spur in ein paar Tagen fertig“, erklärt Sirjanov.

Für ALOSLIDE® sind Einsätze bei großen Wettkämpfen nichts Neues. Schon bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin ermöglichte das Anlaufspursystem einen optimalen Wettkampfbetrieb. Und bei den Winter-Asienspielen 2011 im kasachischen Almaty überzeugte die deutsche Technik ebenfalls. Dort läuft die Anlage seit fünf Jahren von November bis März ununterbrochen und stets zuverlässig. Auch auf den Anlagen der Vier-Schanzen-Tournee in Oberstdorf und Bischofshofen sowie in Klingenthal, dem Austragungsort des Skisprung-Sommer-Grand Prix und der FIS-Team-Tour 2013, hat sich ALOSLIDE® bewährt und von den Springern sowie vom Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster viel Anerkennung erhalten.