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Zukunftspotentiale von Hochleistungskeramiken

Expertenstudie zur Zukunft keramischer Werkstoffe

Plochingen, 2014-06-09


 

Die Deutsche Keramische Gesellschaft e.V. (DKG), der Verband der Keramischen Industrie e.V. (VKI) und die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) haben in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten aus Industrie und Forschungsinstitutionen eine Expertenstudie zu den zukünftigen Herausforderungen und Forschungsausrichtungen für Hochleistungskeramiken erstellt und veröffentlicht. Unter den Autoren und Mitwirkenden finden sich auch CeramTec Keramik-Experten aus dem Bereich Forschung und Entwicklung.

Die Studie vermittelt wissenschaftliche, technische und wirtschaftliche Orientierungen zu bestehenden und neueren Anwendungen von Technischer Keramik in den zukunftsrelevanten Anwendungsfeldern Energie, Chemie-, Maschinen- und Anlagenbau, Mobilität, Elektrotechnik, Optik und Medizintechnik. Zusätzlich werden technische und wissenschaftliche Querschnittsthemen behandelt, die für die zukünftigen Entwicklungen bedeutsam sind und vielversprechende Innovationsimpulse liefern können.

Die beteiligten Verbände DKG, VKI und DGM freuen sich über ein breites Interesse an dieser Studie und hoffen, auf dieser Basis zu einer noch weiter vertieften Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Systemintegration von Hochleistungskeramiken entlang der Wertschöpfungsketten vor allem mit der Anwenderindustrie zu gelangen. Die Studie selbst wird allen Interessierten als kostenfreier PDF-Download (4.3 MB) zur Verfügung gestellt.

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Hochleistungskeramik als Schlüsselkomponente für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

Keramiken begleiten das Leben der Menschen seit etwa 30.000 Jahren. Ihre Ästhetik und Gebrauchseigenschaften sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. In unserer modernen Welt sind keramische Hochleistungswerkstoffe – häufig verborgen in komplexen technischen Systemen – wesentliche Schlüsselelemente für deren Funktionalität und komplexe Leistungsfähigkeit. Gelenkprothesen und Zahnersatz aus Keramik sind heute einem breiten Nutzerkreis bekannt. Aber wer weiß schon, wieviel Keramik in modernen Autos oder Handys integriert ist. Die Bedeutung von Hochleistungskeramiken wächst besonders im Zuge der Energiewende.

Auf Grund ihrer besonderen strukturellen und funktionellen Eigenschaften unter anderem in stark thermisch, mechanisch und chemisch beanspruchten Anwendungen nehmen sie heute und zukünftig eine Schlüsselrolle für ressourcenschonende Technologien sowie nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung und Mobilität ein. Dabei steigen die Anforderungen hinsichtlich Design, Eigenschaftsprofil, Zuverlässigkeit und Kosten permanent.

Deutschland verfügt über eine im internationalen Wettbewerb führende Keramik-Industrie und ein eng verzweigtes Netzwerk von universitären und außeruniversitären Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Die Expertenstudie "Zukunftspotentiale von Hochleistungskeramiken" beinhaltet die aktualisierten Herausforderungen für die Grundlagen-, Vorlauf- sowie angewandte Forschung und Entwicklung für Hochleistungskeramiken mit Fokussierung auf die Ziele der Energiewende in den Applikations- bzw. Technologiefeldern Energie, Chemie, Maschinen- und Anlagenbau, Mobilität, Elektrotechnik und Optik, Life Sciences und Querschnittstechnologien.

Die Herausgeber der Expertenstudie

Die Deutsche Keramische Gesellschaft e.V. (DKG) ist die mitgliederstärkste keramische Gesellschaft in Europa und weltweit eine der ältesten Berufsverbände. Seit über 100 Jahren ist die DKG das Forum für alle technisch-wissenschaftlichen Fragen zum Thema Keramik. Sie pflegt und unterhält damit eine einzigartige "keramische Kontaktbörse" zwischen Anwender, herstellender Industrie, Forschung, Wissenschaft und Lehre. Der Verein hat derzeit mehr als 600 persönliche und ca. 250 juristische (institutionelle) Mitglieder aus allen Bereichen der Keramik und angrenzenden Industriezweigen. Diese sind in Deutschland als auch im Ausland ansässig.

Der Verband der Keramischen Industrie e.V. (VKI) vertritt bundesweit die wirtschafts- und tarifpolitischen Interessen der feinkeramischen Industrie in den Bereichen Geschirr- und Zierporzellan, Steingut, Porzellanmanufakturen, der Technischen Keramik, der Ofenkachelindustrie sowie die tarifpolitischen Interessen der Schleifmittelhersteller in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen. Darüber hinaus vertritt der VKI die Interessen anderer Industriebereiche, die der feinkeramischen Industrie zugeordnet sind.

Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e. V. (DGM) ist eine technisch-wissenschaftliche Gesellschaft auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik und widmet sich den werkstoffkundlichen Aspekten bei der Herstellung, Verarbeitung und Anwendung metallischer und nichtmetallischer Materialien. Ihr Ziel ist die Förderung neuer Erkenntnisse in Wissenschaft und Technik, die Verbreitung des Wissensstandes auf diesem Gebiet und die Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die industrielle Praxis.