Oxidkeramik – Mischkeramik/Dispersionskeramik

Werkstoffmischungen zur Eigenschaftsverstärkung

Oxidische Mischkeramiken oder Dispersionskeramiken sind gezielte Entwicklungen von Mischungen unterschiedlicher keramischer Werkstoffgrundtypen, um bestimmte Eigenschaften zu verstärken und zu optimeren.

Oxidkeramik – Misch-/Dispersionskeramik

Gut zu wissen:

Kennwertbeispiel einer Mischoxidkeramik

  • Festigkeiten bis 1350 MPa
  • Weibullmodul bis 14 (Maß für die Zuverlässigkeit des Werkstoffes)
  • Druckfestigkeit bis 4700 MPa
  • Bruchzähigkeit: 6,4 MPam1/2
  • Vickershärte HV1: 17 GPa

Beispiele sind Aluminiumoxid-verstärktes Zirkonoxid (Alumina Toughened Zirconia, kurz ATZ) oder Zirkonoxid-verstärktes Aluminiumoxid (Zirconia Toughened Alumina, kurz ZTA). Die Verstärkung des einen Oxids mit dem anderen wirkt sich beispielsweise positiv auf die erzielbaren Festigkeitswerte aus. Es gibt ZTA-Werkstoffe, die Biegefestigkeiten von 1350 MPa und Druckfestigkeiten von über 4700 MPa erzielen. Angewandt werden solche Werkstoffe für Bauteile, die höchst zuverlässig sein müssen, wie Hüftgelenkskugeln und Pfanneneinsätze für die Orthopädie und die Endoprothetik. Der von CeramTec dafür entwickelte BIOLOX®delta Werkstoff ist solch eine Dispersionskeramik.