Oxidkeramik – Silikatkeramik

Die traditionellen Keramik-Werkstoffe

Mit dem Einsatz der Silikatkeramik zur elektrischen Isolation begann die Entwicklung der Technischen Keramik. Silikatkeramiken werden größtenteils aus natürlichen Rohstoffen hergestellt.

Oxidkeramik – Silikatkeramik

Gut zu wissen:

Silikatkeramik Eigenschaften

  • Sehr gute elektrische Isolation (1x1010 bis 1x1013 Ωcm)
  • Minimale bis mittlere Längenausdehnung (0,4x10-6K-1 bis 6x10-6K-1)
  • Sehr gute Temperaturwechselbeständigkeit (250 bis 610 K)
  • Geringe Wärmeleitfähigkeit (2 bis 4 W/mK)
  • Biegefestigkeiten von 80 bis 180 MPa

Durch Variation der Art und Menge der Rohstoffe können ganz unterschiedliche mehrphasige Keramik-Typen mit unterschiedlichen Eigenschaften hergestellt werden. Zu den Werkstoffen der Silikatkeramik zählen:

  • Porzellane: Alkali – Aluminiumsilikate (Typ C140)
  • Steatite: Magnesiumsilikate (Typ C221, 230)
  • Cordierite: Erdalkali – Alumiumsilikate (Typ C410, C520 und C530)
  • Mullite: Aluminiumoxid-Siliziumoxid-Zusammensetzungen (Typ C610, C620/C780)

Bauteile aus Silikatkeramik werden in der Elektronik und Elektrotechnik eingesetzt und dienen zur elektrischen Isolation in Sicherungen, Schutzschaltern, Thermoreglern und in der Lichttechnik. Darüber hinaus wird die Fähigkeit der silikatkeramischen Werkstoffe zur thermischen Isolation in Anwendungen der Heiz-, Umwelt- und Wärmetechnik genutzt. Für die Emission von Duftstoffen und Insektiziden oder als Träger für Katalysatoren sowie für diverse Anwendungen in Laboratorien werden poröse Bauteile produziert. Präzisionsbauteile für Anwendungen in der Messtechnik sowie Produkte für den Laborbedarf und Mischtechnik runden das CeramTec Angebot silikatkeramischer Produkte ab.